Frusthungern
September 28th, 2004, 15:28
Ich nehm hier ab. Ganz massiv. Dank Frusthungern. Essen macht keinen Spaß mehr, wenn man sich zwangsweise das Haus mit einem Elternteil teilen muß. Eigentlich wohl umgekehrt.
Dennoch: ich kann nicht mehr über die Dinge, über die ich gerne rede, mit ihr reden. Von Anfang an nicht. Dass mir das erst jetzt klar wird … soviel verschwendete Liebesmüh :/
Konkrete Szene eben: Ich sitze am Tisch, sowas wie Mittagessen. Man unterhält sich, ich spreche sie (das weibliche Elternteil) auf den Brief an, welchen ich nach dem bereits vorangegangenen Streitszenarion an sie geschrieben habe. Ich persönlich finde das ausgesprochen lächerlich, aber gut - wenns nur noch so geht, dann eben so.
Faktisch hat auch das nichts gebracht - schon wieder 20 Minuten Formulieren und Brüten für den Allerwertesten. Warum ist München so teuer? Warum müssen sich ausgerechnet hier die ganzen verdammten IT-Firmen ansammeln? Gern würd’ ich sonstwo leben, z.B. in Berlin, Karlsruhe, oder auch Kiel - da könnt ich mir selbst von meinem momentan nur geringen Einkommen ne 1-Zimmer-Wohnung leisten, könnte immer noch halbwegs ein eigenes Leben führen.
Das ist hier und heute nicht möglich. Das kotzt mich unbeschreiblich an. Die ständigen, hirnrissigen Auseinandersetzung mit oben angesprochener Person, die dümmlichen Vorhaltungen, was ich denn nicht richtig machen würde - sage ich etwas, so ist’s falsch. Beim einen Ohr rein und beim anderen wieder raus. Hauptsache, das eigene Weltbild stimmt und der Gegenüber reagiert über, weil er (ich) den Terror nicht mehr verkraftet (wer bleibt schon innerlich ruhig, wenn ihm tagein, tagaus vorgeworfen wird, er würde ‘nichts auf die Reihe kriegen’, ’seinen fetten Arsch nicht hochbekommen’, ‘nur Spielereien machen’, ‘immer nur Müll schwafeln’).
Je mehr ich traktiert werde, desto mehr ziehe ich mich in mich selbst zurück, desto mehr muss ich mich mit überflüssigen Schwachsinn - 1 stündiges gegenseitiges Angeblöcke z.b. - rumschlagen, was mich nur vom Wesentlichen (z.B. zu zahlende Rechnungen, Ärger mit dem Finanzamt, etc.) abhält. Schließlich steckt mensch sowas nicht einfach so ein, Nein.
Die Folge daraus: in den letzten Monaten habe ich nur deswegen soviel abgenommen, weil mir der Frust den Appetit gänzlich verdorben hat. 8 Kilo in 2 Monaten. Tolle Leistung! Hört, hört! }:->
Kann man eigentlich zum Bulemiker bzw. Magersüchtigen nur allein durch so etwas werden? Gut, ich bringe immer noch 110 kg auf die Waage, aber wenn ich so weitermache - 4 kg pro Monat - dann bin ich in nem halben Jahr schon gut untergewichtig…






